Jagdbare Wildarten

Der beste Bestand des ungekrönten Königs der ungarischen Wälder - des sowohl in Europa als auch im Nahen Osten seit Urzeiten heimischen Rothirsches "“ ist in Mitteleuropa und vor allem in Ungarn zu finden. Zur Erhaltung der Qualität der Rothirschpopulation trägt nicht nur der vorhandene optimale Lebensraum bei, sondern auch die bewusste Wildwirtschaft. Die berühmteste Rothirschpopulation können die Komitate Zala, Somogy und Baranya aufweisen. Hier findet der Rothirsch im Unterholz die Ruhe und Deckung, die er braucht, dazu dichte Eichenwälder, Auenwälder und lichte Wälder, so dass der Anteil der medaillengekrönten Trophäen "“ je nach Abschussquote "“ im Jahresdurchschnitt 30-35 % beträgt.

Den wichtigsten Lebensraum des in Eurasien weit verbreiteten Rehs stellen an Felder und Wiesen angrenzende Waldränder mit dichtem Unterholz, vielen Sträuchern und seltenem Baubestand dar. Die Trophäen der hier erlegten Rehe gehören zu den Weltbesten. Die Rehböcke mit der besten Qualität werden entlang der Flüsse Theiss und Körös in den Komitaten Szolnok und Békés zur Strecke gebracht.

Der Damhirsch liebt vor allem ebene oder leicht hügelige Landschaften und Laubwaldflecken, die sich mit kleinen landwirtschaftlich genutzten Gebieten abwechseln. Die berühmteste Dampopulation ist die von Gyulaj - hier sind schon serienweise Weltrekorde erzielt worden. Das Bockgeweih wird jedes Jahr abgeworfen, wegen seiner besonderen Schaufelform ist es eine der beliebtesten Jagdtrophäen.

Das Mufflon ist von den Inseln Korsika und Sardinien nach Ungarn gebracht und angesiedelt worden. Es liebt Laub- und Nadelwälder und kommt in den Gebirgen im Nordosten des Landes in großer Zahl vor. Zur Mufflonjagd braucht man aufgrund des gebirgigen Geländes Ausdauer,aber ihr Lohn könnte ein Bockshorn "“ eine so genannte Schnecke - sein. Das den Kopf des Bocks zierende Horn wächst ständig nach und kann eine Länge von bis zu 100 cm und einen Umfang von bis zu 24 cm erreichen.

Das in unseren Wäldern am häufigsten vorkommende Stangenwild ist das Wildschwein, das sich gern in Laubwäldern mit dichtem Unterholz, feuchtem Boden und zahlreichen Sümpfen aufhält. Die Vorsicht des Tieres, sein scharfes Gehör und sein guter Geruchssinn sowie seine Intelligenz machen die Wildschweinjagd zu seinem überaus aufregenden Erlebnis.

Die häufig ergebnislose, jedoch außerordentlich aufregende Schnepfenjagd (Umzug) ist in Europa nur an wenigen Orten möglich, eben deshalb erfreut sich die Jagd auf die in Ungarn als Zugvögel lebenden Schnepfenhähne mit ihrem gedrungenen Körperbau und dem langen Schnabel während des Brautfluges großer Beliebtheit.

Die Balkantaube und die Ringeltaube sind überall in Ungarn zu finden. Die auf Sonnenblumenfeldern beziehungsweise abgeernteten Getreidefeldern veranstaltete Jagd ist für jeden Jäger eine ausgezeichnete sommerliche Schießübung.

Dank seiner zahlreichen Wasserlebensräume und seiner reichen Fauna gilt Ungarn auch als Paradies für die Jagd auf Wasserwild.
Auch bei den mit Hunden auf die Jagd gehenden Jägern ist die Jagd auf verschiedene Arten von Enten, auf Wildgänse, Blässgänse und Saatgänse (Umzug) sehr beliebt.

Hinsichtlich der auf eine Flächeneinheit bezogenen Zahl der Fasane und der Jagdbeute pro Jäger nimmt Ungarn den ersten Platz in der Welt ein. Dies ist auch der künstlichen Auffüllung des Bestandes zu verdanken. Die Jagd auf den Fasan, der sich gern in Auwäldern und Gebüschen aufhält, kann gut mit der Jagd auf Rebhühner und vor allem mit der Hasenjagd kombiniert werden, die unter den Kleinwildjagden am anstrengsten ist die grösste Geschicklichkeit erfordert.

zurück  Drucken drucken E-Mail weiterempfehlennach oben